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Anleitung zum Vision Planner – Teil 2

Im ersten Teil der Anleitung hast du schon einige Tipps bekommen, wie allgemein mit dem Vision Planner umzugehen ist und was du bei den ersten Seiten beachten kannst. Nun wollen wir weiter einsteigen.

In den Seiten 18 – 21 geht es ganz um dich und um Gott. Fülle aus, was du weisst oder dir in den Sinn kommt. Diese Seiten sind vor allem gedacht, dass du auch während des Jahres immer wieder an ihnen arbeitest. Mir ist es super schwer gefallen manche Fragen auszufüllen. Also habe ich sie frei gelassen und mir eine schöne Büroklammer (du kannst auch einfach ein Post-it nehmen) auf diese Seiten gesteckt, damit ich nicht vergesse diese Fragen immer wieder anzuschauen. Vielleicht fällt mir im Laufe des Jahres mehr ein.

Du kannst auch Dinge aufschreiben, die in der Vergangenheit lagen, dir aber ganz klar Gottes Stimme gezeigt haben. Dinge, die du nicht vergessen kannst oder willst. Bei die “Stimme Gottes hören” habe ich hauptsächlich Dinge aufgeschrieben, die schon Jahre zurück liegen.

Sei nicht verzagt, wenn dir wenig einfällt gerade bei diesem Teil. Du kannst Gott bitten, dass er dir dir zeigen möge, was du hier schreiben sollst und mit der Zeit wirst du seine Stimme erkennen.

Auf den Seiten 22-23 geht es ganz darum frei zu werden von den Verletzungen, die Andere und bewusst oder unbewusst in unseren Seelen hinterlassen. Anderen zu verzeihen ist einer der stärksten Akte, die du tun kannst, um in Freiheit leben zu können. Vielleicht brauchst du auch hier noch mehr Platz. Ich dachte mir anfangs, dass ich im Moment gar niemandem etwas zu verzeihen habe und mit allen “klar” bin. Stück für Stück sind aber immer mehr Personen dazu kommen, die ich aus ihrer Schuld entlassen möchte. Nimm dir ruhig noch einen zweiten Notizzettel zur Hand, um wirklich alle aufzuschreiben, denen du verzeihen willst.

Mir ist zum Beispiel aufgefallen, dass ich einer Person verzeihen sollte, dass sie mich in bestimmten Bereichen nicht versteht. Einer anderen Person verzeihe ich, dass sie mir das Gefühl gibt, dass sie mich beurteilt. Anderen vergebe ich, weil sie es nach meiner Beurteilung “leichter” haben.

Vieles, was es es zu Verzeihen gibt, ist nur eine persönliche Einschätzung und doch trennt es uns von den Menschen und beeinflusst unsere Beziehung. Scheue dich nicht, auch diese Dinge aufzuschreiben und ihnen vom Herzen her zu verzeihen.

In den Seiten 24 – 25 geht es darum, was uns von Gott trennt. Vielleicht ist es dir lieber deine Sünden auf einen Post-it oder einen separaten Zettel aufzuschreiben. Die Bibel sagt in Jakobus 5,16 dass wir einander unsere Sünden bekennen sollen. Gerade hier lege ich dir ans Herz, sie nicht nur mit dir selbst auszumachen, sondern sie in eine Beichte zu bringen oder mit einer geistlichen Autorität zu sprechen.

Seite 26 ist eine meiner Lieblingsseiten. Was sind die Dinge, die dich lebendig machen? Mir darüber allein Gedanken zu machen, macht mir schon Freude. Erlaube dir, dir mal wieder darüber Gedanken zu machen und lass keine falsche Demut walten. Wenn du lebendig bist, hat das Auswirkungen auch auf dein Umfeld und deinen Glauben. Deswegen setz gern gleich etwas davon um.

Seite 27 behandelt Ansprüche, die du auf deinem Leben spürst. Nicht nur andere, sondern auch du selbst können dir das Gefühl geben, dass du gewisse Dinge tun MUSST… um geliebt… angesehen… dabei… zu sein. Oder um überhaupt sein zu dürfen. Doch das sind Lügen. Was sind die Dinge, die als Ansprüche von aussen oder von dir selbst auf dir liegen? Was glaubst du, musst du tun oder sein, um überhaupt sein zu dürfen?

Seite 28 behandelt dein “Warum”. Immer näher kommen wir nun deiner Vision und deinen Zielen. Gibt es einen Bereich in deinem Leben, wo du eine Not siehst und etwas zu geben hast? Eine Not kann zum Beispiel sein, dass es in deiner Pfarrei keine Anhaltspunkte für Familien gibt. Kann es sein, dass du hier Fähigkeiten mitbringst um das zu Ändern? Oder es kann sein, dass du viele Menschen in deiner Arbeit oder deinem Studium hast, die Gott nicht kennen, mit Depression leben und nach dem Sinn suchen. Kann es sein, dass gerade du hier einen Unterschied machen kannst?

Siehst du eine Not, wo du dir denkst? Da müsste man doch was machen??

Und kann es sein, dass Gott dir leise zuflüstert: “warum nicht du?”

Seite 29 ist auch eine super wichtige Seite auf dem Weg zu Gottes Berufung für dich. Oft denken wir, dass es bei Visionen nur um Dinge geht, die wir tun. Um Projekte die wir starten oder großartige Aktionen, die wir tun. Doch das ist falsch! Viel mehr geht es darum, zu was für Personen wir werden.

Überlege dir einmal: Wie möchtest du mit 80 Jahren sein? Oder wie möchtest du nicht sein?

Bei einem Vortrag im Gebetshaus Augsburg (sehr zu Empfehlen!) sagt Esther Baumann:

“Berufung hat viel mehr damit zu tun, wer du bist und mit wem du zusammen bist, als was du tust!”

Esther Baumann

Wie wahr doch diese Worte sind!

Auf dieser Seite kannst du dich einmal austoben und überlegen: Was für einem DU möchtest du in 50 oder 60 Jahren begegnen?

Frage dich: Was für eine Frau glaubst du will Gott dass du wirst? Was sagst die Bibel dazu? Kommen dir Bibelstellen oder Frauen aus der Bibel in den Sinn, die dich besonders ansprechen? Welche Charakterzüge darfst du auf dem Weg zur Heiligkeit noch entwickeln? Ich bin mir sicher, Gott wird dir einen kleinen Einblick erhaschen lassen, auf die Frau, die er im Blick hatte, als er dich erschuf, wenn du ihn darum bittest.

Diese Dinge geben dir einen Anhaltspunkt, für dein heutiges Tun. Für mich stand zum Beispiel vor ein paar Jahren bei dieser Frage fest, dass ich mutig sein möchte und mich nicht von der Meinung anderer beeinflussen lassen möchte. Dass ich keine Angst haben will, was andere über mich denken und sagen. Diese Entscheidung hat mit dazu beigetragen, dass ich Rise and Shine geschrieben habe. Fang an, dir zu überlegen, wie du sein möchtest und dies wird auch die Dinge die du tust und anpackst beeinflussen.

Auf Seite 30 dreht sich nun alles um dein Jahresmotto. Auf dem Weg eine heilige Frau nach dem Herzen Gottes zu werden kann man nicht alles auf einmal angehen. Hier rate ich dir, besonders im Gebet Gott zu fragen, was dein Fokus im neuen Jahr sein soll. Was will er in diesem Jahr von dir?

In einem Jahr hatte ich den klaren Eindruck, dass ich “mutig und stark” sein soll, wie es die Bibel in Josua 1,9 sagt. Ein anderes Jahr war für mich das Wort “slow” dran. Ich wusste, in diesem Jahr geht alles langsamer, ich darf mich in Geduld üben und mir und uns Zeit nehmen. Für dieses Jahr habe ich die Wörter “growing deeper” gewählt. Es geht nicht darum, dass ich Neues starte, mutig oder stark bin. Ich merke, wie Gott von mir will, dass ich in die Tiefe wachse. Zuerst mit ihm. Aber auch mit meiner Familie. In meinen Beziehungen. Mit mir selbst und in meinem Projekten.

Hier sind noch ein paar Ideen für dein Wort des Jahres:

  • Dankbarkeit
  • Gnade
  • lieben
  • Ruhe
  • Beständigkeit
  • bekennen
  • verankert in ihm
  • Aktivität statt Passivität
  • Freude
  • unperfekt

Oft hilft es auch ein beschreibendes Wort wie “überfliessende Freude”, “bedingungslose Liebe” oder “langsamer Wachstum” zu seinem Wort des Jahres hinzuzufügen. Dies motiviert und gibt nochmal mehr Klarheit und Fokus.

Auf Seite 31 geht es um Dinge, zu denen du Ja und Dinge, zu denen du nein sagst. Wozu möchtest du ja und nein sagen? Wo möchtest du mehr klar sein? Was sind die Versuchungen oder deine Muster, gegen die du dich ganz klar im kommenden Jahr entscheidest?

Bevor es nun konkret wird, darfst du nun noch einmal deine Ängste anschauen und los lassen. Vergiss den Part es Loslassends nicht! Auch hier habe ich auf einen extra Zettel weitere Ängste geschrieben, damit sie für mich vollständig ist.

Vielleicht passen für dich die letzten Sätze nicht ganz. Streiche durch und füge hinzu, was du brauchst, damit die Seite für dich stimmig ist.

Wenn es dir hilft, kannst du deine Ängste auch auf ein extra Blatt schreiben und sie verbrennen oder in einen Fluss werfen. Je nachdem, wie sehr dich deine Ängste einnehmen und dein Handeln beeinflussen, rate ich dir einen Schritt zu gehen, deine Angst hinter dir zu lassen um furchtlos leben zu können.

Letztens habe ich im alten Testament bei Gideon (ich glaube der wars 😉 ) gelesen, dass er mit einem großen Heer in den Krieg ziehen wollte. Da Gott sich aber offenbaren wollte und zeigen wollte, dass er alles unter Kontrolle hat, sagte er Gideon müsse den Großteil seiner Leute nach Hause schicken. “Ruf daher so laut, dass die Leute es hören: Wer sich fürchtet und Angst hat, soll umkehren. Gideon musterte sie und darauf kehrten von den Leuten 22.000 um, während 10.000 noch bei ihm bleiben.” (Richter7,3) Mehr als zwei Drittel von Gideons Leuten kehrte um, weil sie Angst hatten und doch tut Gott großes gerade mit denen, die furchtlos sind!

Gott braucht dich, dass du keine Angst hast! Er kann sein Reich besser mit Leuten aufbauen, die ohne Frucht sind.

Vielleicht kannst du dir noch nicht vorstellen, deine Angst hinter dir zu lassen. Dich gegen sie zu stellen erfordert dir zu viel Kraft. Das ist ok. Erlaube dir hier einmal zu träumen, wie dein Leben aussehen würde, wenn du keine Angst mehr hättest. Gib dich nicht mit einem Leben aus Angst zufrieden, sondern bitte Gott dich heraus zu führen aus dem Gefängnis der Angst. Es lohnt sich!

Herzlichen Glückwunsch! Du bist fleissig dabei den Ruf Gottes für dich zu erkennen und ihn ihm Alltag umzusetzen.

Im nächsten Teil werde ich mit dir deine Ziele und Visionen erarbeiten. Falls du auf den Geschmack gekommen bist, kannst du ihn gerne hier erwerben.

Liebe Grüße und Gottes Segen für dich und dein Leben bis dahin,

deine

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