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Dress how you want to be addressed

Sommer! Endlich ist er da!

Die perfekte Zeit, zum baden, sonnen und die Abende Hugo-trinkend auf der Terrasse zu verbringen. Wir lieben den Sommer. Er ist wohl der einzige Monat, der so viel Lebensfreude, Freiheit und Spass verkörpert. Instagram und Facebook sind voll von den schönsten Urlaubsbildern.

Da ist nur eine Sache, die mich etwas traurig macht.

Immer wieder sehe ich (eigentlich nur) Mädels, die Fotos von sich in Bikinis oder nur leicht bekleidet veröffentlichen. Die Like-Zahlen zu diesen Bildern schnallen in die Höhe. Auch auf der Strasse fallen mir Mädels auf, die superknappe Shorts und ein bauchfreies Oberteil tragen.

Kann man machen. Muss man aber nicht.

In diesem Blog möchte ich näher darauf eingehen, warum ich mich vor ein paar Jahren entschieden habe, mir keine knappen Klamotten mehr zu kaufen und was sich dadurch verändert hat.

Dein Auftreten ist dein Marketing.

So wie eine Keksverpackung außen zeigt, was drin ist, ob es ein Keks mit Schokolade-, Limonen oder Nussfüllung ist, so ist unser Outfit gewissermaßen unsere Verpackung.

So ist es ganz logisch, dass Mädels, die sich in knappen, körperbetonten Outfits zeigen, wohl eher Blicke von Männer auf sich ziehen, die hauptsächlich an ihrem Aussehen Interesse haben.

Als Frauen haben wir mit Make-up und Klamotten fast unerschöpfliche Möglichkeiten unser Auftreten zu gestalten. Die Frage ist nur: Als was für eine Frau möchtest du gesehen werden? Was für ein Bild möchtest du nach aussen abgeben?

Du kannst dich entscheiden!

Du kannst dich entscheiden, was für Blicke du auf dich ziehen möchtest und von wem.

Gerade als junges Mädchen war mir sehr wichtig, wie ich aussehe. Ganz klar: Kleider machen Leute. Und mit weniger Kleidung auf einem schönen Körper zieht man die Blicke auf sich. Sehnt sich das Herz nach Liebe und Anerkennung, bekommt man diese scheinbar sofort, wenn man mit kurzem Rock und tief sitzenden Top aus dem Haus geht. Im ersten Moment scheint die Sehnsucht nach Anerkennung auch schnell gestillt zu sein, doch die eigentliche Sehnsucht geliebt zu sein, für die Person, die man ist, bleibt vergebens ungestillt.

Eigentlich sehnen wir uns doch nach einem Mann, der nicht nur unser Äußeres schön findet, sondern auch unser Herz kennen, lieben, schätzen und ehren kann. Der wirklich Interesse daran hat, was in unserem Inneren vor sich geht und mit dem wir dann nicht nur körperlich eins werden können, sondern auch im Herzen eins sind.

Und eigentlich wünschen wir uns Freundschaften, die einen nicht nur mögen, weil man vom Style und Schönheitsbild zusammen passt, sondern weil man sich von Herzen gut versteht, sich super austauschen kann und miteinander viel Spass hat.

Ich hatte irgendwann genug.

In meinem Leben kam der Moment, in dem ich genug davon hatte, immer wieder an die falschen Männer zu geraten. Die, die mir schöne Augen machten und das Blaue vom Himmel redeten, weil sie mich schön und anziehend fanden und ich später heraus fand, dass das auch das Einzige waren, an dem sie Interesse hatten. Ich wollte das Wahre und Echte. Und dazu musste auch wahr und echt geben und anderen Menschen die Chance geben nicht nur bei meinem Äußeren hängen zu bleiben, sondern mich ganz kennenlernen zu wollen.

Doch diese Entscheidung kostete mir ziemlich viel. Oft stand ich in einem Laden und hängte schweren Herzens ein Kleid, das mir richtig gut gefiel wieder auf den Haken, weil es einen zu großen Ausschnitt hatte. Nicht selten sehe ich eine Frau in einem schönen Outfit und bin traurig, dass ich so etwas nicht mehr anziehe.

Doch meine Entscheidung steht fest. Sich gegen etwas zu entscheiden bedeutet immer auch eine Entscheidung für etwas. Und ich möchte mich gegen knappe Kleidung entscheiden, aber für ein Auftreten in Würde und echtem Selbstbewusstsein.

Mein Äußeres soll meine Schönheit hervorheben und betonen und Menschen auf mein Inneres aufmerksam machen und nicht davon ablenken.

Und je mehr ich mich an meine Outfit-Wahl gewohnt hatte, desto freier wurde ich. Ich konnte immer mehr ich selber werden, Spass haben und aufgehen, weil ich nicht mehr ständig aufpassen und hinterfragen musste, aus welchen Motiven Männer mir Aufmerksamkeit schenkten und Menschen mich zu Freunden wollten. Auf einmal war ich einfach ich und wurde für die, die ich war geliebt. Dadurch stieg auch mein Selbstbewusstsein, weil ich immer mehr ich wurde und nicht weil Andere meinen Körper lobten. Zwar war dieser Weg definitiv nicht der leichtere, um zu Liebe und Anerkennung zu kommen, aber er war definitiv der, der mich zur echten Liebe und zu wirklicher Anerkennung geführt hat.

Auch jetzt, wo ich eine verheiratete Frau bin, möchte ich, dass nur mein Mann seine ganze Freude an mir und meinem Körper mit all seiner Schönheit findet. Ich möchte eine Frau sein, deren innere Schönheit durch ihr Äußeres unterstrichen wird, aber die zuerst durch ihr Inneres auffällt.

Was für eine Frau möchtest du sein?

Und was möchtest du mit deinem Äußeren ausdrücken? Wen möchtest du beeindrucken?

Du kannst dich entscheiden, mit deinem Äußeren Würde und Schönheit auszudrücken oder schnell und leicht zu haben. Ich kann dich nur ermutigen, auch wenn es Überwindung kostet, deinen Kleiderschrank einmal zu durchforsten und entsprechend auszumisten. Es braucht nicht immer das kurze Outfit um schön zu sein und aufzufallen. Gerade durch Accessoires, wie Ohrringe, Ketten oder Schuhe kann ein Outfit super aufgepäppelt werden.

Dress how you want to be addressed!

 

 

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