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In eine vielversprechende Beziehung starten – acht Tipps für einen verheißungsvollen Anfang

Die ersten Monate, in denen Daniel und ich uns trafen und irgendwie klar war, dass wir beide Interesse aneinander hatten, waren die spannendsten Monate überhaupt. Als er mich dann fragte, ob wir ein Paar werden möchten, explodierten Freude, Verliebtsein aber auch die Unsicherheit alle gleichzeitig in mir. Von Anfang an war uns klar, dass das hier etwas ganz besonderes war. In uns wussten wir, diese Beziehung hat das Potential ein Leben lang zu halten. Unsere Beziehung zu diesem Zeitpunkt fühlte sich an, wie eine Knospe, die sich im Frühling durch die Erde kämpft und schliesslich klein und zerbrechlich sichtbar ist. Wir wussten, in unserer Beziehung, wie in der Knospe, steckt das Potential ein großer Baum zu werden und reiche Früchte zu tragen, doch müssen wir gerade diese Anfangszeit behutsam und achtsam damit umgehen. Ihr Zeit zum Reifen geben, sie nicht austrocknen lassen, aber auch nicht übergießen. Also haben wir uns auf die Suche gemacht, wie wir am Besten mit unserem kleinen Pflänzchen Beziehung umgehen könnten, damit sie sich zu einem starken, gut verwurzelten Baum entwickeln kann, der wiederum Früchte tragen kann. Folgende Tipps für den Anfang einer Beziehung haben unsere Beziehung von Anfang an stark und standfest gemacht:

1. Zeiten in der Natur und fürs Gespräch

Draußen sein ist nicht nur gut für den Körper, sondern regt auch alle Sinne an und öffnet den Mund. Anstatt im Zimmer zu sitzen, raten wir, raus zu gehen und gemeinsam die Welt zu entdecken. In der Art und Weise, wie die andere Person die Welt betrachtet, kann man viel über sie lernen.

Tipp: Setzt euren Fokus auf Gespräche. Verbringt Zeit damit, euch Fragen zu stellen und einander kennen zu lernen. Eure Geschichten zu hören und eure Leben zu entdecken.

2. Gemeinsame Interessen entwickeln

Was macht ihr gerne? Was verbindet euch? Verbringt Zeit damit und sucht Bereiche, die ihr beide gerne tut. Dinge, in denen ihr Freude und Spass habt, schliesslich baut eine gute Ehe auf eine gute Freundschaft auf. Und Freunde verbringen gerne Zeit miteinander.

Tipp: Sucht ein gemeinsames Hobby oder eine gemeinsame Leidenschaft, die euch beide Freude bereitet und ihr beide aufblüht.

3. Lerne seine Freunde (und später auch Familie) gut kennen

Mein Vater sagte immer: „Zeig mir deine Freunde und ich zeige dir, wer du bist.“ Ich finde der Satz ist nicht zu 100 Prozent wahr, aber ein Stück Wahrheit steckt doch darin. Als ich Daniels Freunde und seine WG-Kollegen kennenlernte, lernte ich eine Menge über ihn. Was ihm wichtig war, womit er seine Zeit verbrachte, worüber sie redeten und was ihnen am Herzen lag,… Auch fand ich es spannend zu sehen, wie sie über ihn redeten. Versteckte Stärken aber auch Schwächen, die ich durch meine rosa Brille nicht sah, kamen so ans Licht.

Tipp: Schaut euch die Freunde und Familie genau an, fragt nach und lernt sie kennen! Da stecken Schätze dahinter!

4. Gemeinsam beten (und fasten)

Da wir die ersten Monate in einer Fernbeziehung waren, verbrachten wir sehr viel Zeit damit am Telefon zu reden und zu beten. Die Zeiten des gemeinsamen Gebetes gehörten zu den intensivsten Momenten meines Lebens und auch heute sind wir noch gestärkt durch das Gebet, das mit das Fundament unserer Beziehung bildete. Auch heute noch können wir uns immens stärken, wenn wir füreinander beten. Viel Land in unserer Beziehung erobern wir geistig. (Vgl. Psalm 127,1)

Das gemeinsame Fasten hat uns vor allem geholfen zu lernen, sich selbst zurück zu nehmen und den anderen selbstloser zu lieben. Das sind wirklich Momente, in denen wir den Himmel kosten dürfen.

Tipp: Bemüht euch um eine gemeinsame Gebetsroutine und betet für einander!

5. Lernen alles auf den Tisch zu legen (auch Zweifel)

„Bakterien vermehren sich am Besten in einem Milieu von Dunkelheit und Nässe.“ so haben wir bei Follow me gelernt. Gleiches gilt auch für unsere Gedanken und Gefühle. Negative Gedanken, unglückliche Gefühle und Sünde können sich am Besten vermehren, wenn wir sie versteckt im Keller halten und sie mit niemandem Teilen.

Da wir immer im Fokus hatten, zu prüfen, ob wir miteinander „eins werden“ wollen und können, war unser Ziel auch in der Beziehung alles miteinander zu teilen. Wir wollten einander die Wahrheit immer zuzumuten, auch wenn sie noch so schwer ist. Um uns den Prozess, des Ehrlich-seins zu erleichtern haben wir den „Marienkäfer“ erfunden. Meist fällt es super super schwer, gerade, wenn man sich für etwas schämt oder eigentlich nicht so denken möchte, dem Anderen davon zu erzählen. Also kann diese Person einfach sagen: „Ich habe einen Marienkäfer“. Der Andere kann dann nachhaken ohne sich gleich persönlich angegriffen zu fühlen. Mit Hilfe des Marien-Käfers konnten wir oft schnell alles ansprechen, was uns am Herzen lag.

Tipp: Seid mutig alles anzusprechen und nichts voreinander zurück zu halten!

6. Gespräche mit Vorbildern

Eines der wohl hilfreichsten Tipps für den Anfang einer Beziehung waren für uns Vorbilder, die uns auf unserem Weg begleiteten und denen wir Fragen stellen konnten. Immer wieder trafen wir uns mit Paaren, die den Weg schon vor uns gegangen sind und die uns in ihrer Lebensweise beeindruckten. Wir bekamen viel Ermutigung und Richtigungsweisung dadurch. Am Meisten lernten wir uns dadurch aber in unserer Einzigartigkeit als Mann und Frau kennen und schätzen. So erkannte ich, in dem wie der Mann über gewisse Themen sprach, wie Männer (und somit auch mein Freund) ticken und lernte vor allem von der Frau, wie ich auf meinen Mann besser eingehen kann, damit er sich verstanden fühlt.

Meistens verliessen wir das Paar mit der Erkenntnis: „Unser Problem ist gar nicht so groß, wie wir denken und es gibt eine Lösung dafür“. Trefft euch mit erfahrenen Paaren und lernt von ihnen! Wir müssen den Weg nicht selbst frei kämpfen, sondern können schon auf vorgetrampelten Pfaden gehen, dann ist es leichter.

Tipp: Überlegt euch, von welchen Paaren in eurem näheren oder nicht nahen Umfeld ihr lernen könnt. Traut euch sie anzusprechen, ob ihr sie für ein Gespräch treffen könnt. Auch hier liegen Schätze verborgen!

7. Konflikte schnell lösen lernen

Früher haben wir Stunden damit verbracht, Dinge auszusprechen und Konflikte zu lösen. Jetzt, da wir verheiratet sind und ein Kind haben, können wir es uns nicht mehr leisten stunden- oder gar tagelang zu streiten. Wenn sich ein Problem auftut oder jemand verletzt ist, müssen wir die Situation schnell lösen können. Hierfür ist es wichtig, dass man weiss, wie tickt der Partner im Streit. Zieht er sich zurück oder wird er aggressiv? Was macht ihn wütend? Wie verhält er sich, wenn er verletzt wurde? Wie verhält er sich, wenn er einen Fehler gemacht hat?

All das ist wichtig herauszufinden, um dann einen gemeinsamen, effektiven Weg zu finden, die Konflikte in der Beziehung zu lösen. Mittlerweile haben wir eine Methode gefunden, die uns dabei hilft ein Problem möglichst ohne großen Emotionsausbruch, Tränen und Geschrei zu lösen. (…was nicht heisst, dass das nicht mehr vorkommt 😉 )

Tipp: Lernt einander schnell zu vergeben und nicht nicht nachtragend zu sein!

8. Sich körperlich zurück nehmen

Dass wir ein großer Fan davon sind, die körperliche Nähe dem Stadium der Beziehung anzupassen, ist wohl spätestens nach unserem letzten Video allen bekannt. Für uns war es damals ein großes Anliegen, dass wir einander so kennen und einander lieben lernen für die Personen, die wir wirklich sind. Dass wir das Herz des Anderen erkennen, wie es wirklich ist und lernen, es zu tragen. Für manche mag sich das vielleicht verrückt anhören, aber wir hatten immer wieder Zeiten in unserer Beziehung, in denen wir uns nicht geküsst haben. Nicht weil wir es doof fanden – ganz im Gegenteil, sondern weil es so schön war, dass es uns ablenkte, einander tief, selbstlos und ohne Masken kennenzulernen. Natürlich genossen wir Küsse total, doch dann gab es Momente, in denen einer merkte, dass wir auf der Herzensebene nicht mehr so innig miteinander verbunden waren. Wenn wir eine Zeit lang auf Küssen „fasteten“, merkten wir, wie wir viel mehr redeten und uns austauschten.

Tipp: Jeder muss hier seinen eigenen Weg finden. Wir können nur empfehlen, sich körperlich zurück zu nehmen, denn dadurch steigt der Respekt, die Hochachtung und das Interesse am Anderen und man lernt (auch für später) sich selbst zurück zu nehmen aus Liebe zum Partner.

Ich hoffe die Tipps waren hilfreich für dich. Gerne kannst du mich bei Fragen kontaktieren. Gott hat die Liebe geschaffen, dass sie uns einen Vorgeschmack auf den Himmel gibt – don´t settle for less!

Deine,

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